Medienförderung und Medienfinanzierung: Gute Ideen werden unterstützt

Staatskanzlei fördert Projekte zur Gestaltung des digitalen Wandels im Land

Staatsminister Rainer Robra: „Sachsen-Anhalt ist auf dem Weg in eine digitale Gesellschaft. Die Gestaltung dieses Prozesses ist eine der wichtigsten Aufgaben der Landesregierung in dieser Legislaturperiode. Staatskanzlei und Ministerium für Kultur fördern ab sofort auf der Grundlage einer neuen Richtlinie den digitalen Kultur- und Medienstandort Sachsen-Anhalt. Die Förderung ist auf zwei Bereiche ausgerichtet: Zum einen die Entwicklung innovativer audiovisueller Medienproduktionen und zum anderen die Digitalisierung von Gütern des geistigen und kulturellen Erbes. Es stehen derzeit rund 3,68 Millionen Euro bis 2018 zur Verfügung. Beispielsweise sollen die Schätze unserer Museen durch Digitalisierung gesichert und für die Bürgerinnen und Bürger einfacher zugänglich gemacht werden. Die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen und ihre Chancen für die Modernisierung der Informationsgesellschaft zu ergreifen, sind Ziele, die wir im Rahmen der Förderrichtlinie verfolgen. Neben dem weiteren Ausbau der digitalen Infrastruktur ist es gleichermaßen wichtig, dass in unserem Land digitale Inhalte produziert und die auf diesem Gebiet tätigen Unternehmen der Medien- und Kreativbranche gestärkt werden. Die Wertschöpfung in diesem immer wichtiger werdenden Sektor dürfen wir nicht dem Silicon Valley überlassen. Besonders wollen wir die vielen jungen Talente der Medien- und Designstudiengänge an unseren Hochschulen ansprechen. Die Förderuntergrenze liegt bei 5.000 Euro, weil wir ganz bewusst auch kleinen Projekten eine Chance geben wollen. Vom „Man müsste mal…“ zum „Das mache ich jetzt“ ist das Motto dieser neuen Förderung.“  

Henning Schwarz, Geschäftsleiter der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB), ergänzt: „Digitaler Wandel heißt Veränderung. Das neu aufgelegte Förderprogramm unterstützt diesen Prozess in vielen Lebensbereichen. Hiermit werden interaktive Inhalte wie Apps, Websites oder crossmediale Projekte gefördert. Auch Sachsen-Anhalts geistiges und kulturelles Erbe soll digitalisiert werden. Mit bis zu 90 Prozent bezuschusst das Land diese Maßnahmen. Die IB sorgt für kurze Wege zur Förderung und berät die Kunden individuell - das immer noch persönlich, sozusagen face-to-face.“  

Hintergrund:

Die „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Projekten zur Gestaltung des digitalen Wandels in Sachsen-Anhalt (DigiProjekt-LSA)“ der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt ist am 31. März 2017 veröffentlicht worden. Innovative audiovisuelle Medienproduktionen insbesondere mit interaktiven Inhalten (wie z.B. Games, Apps, crossmediale Projekte, Websites, Softwareanwendungen, Visuelle Effekte und Virtuelle Realität) bzw. mit dem Schwerpunkt Musik/Sound oder audiovisuelle Medienproduktionen mit wissenschaftlichem Inhalt sind Gegenstand der Förderung. Des Weiteren ist die Digitalisierung von herausragenden oder stark nachgefragten Kulturgütern förderfähig, die repräsentativ für eine Stadt oder Region oder das Land Sachsen-Anhalt sind (z.B. Archivalien, Bücher, Filme, Werke der bildenden Kunst, historische Objekte), um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.   Die Fördermittel müssen in Sachsen-Anhalt eingesetzt werden. Es wird ein Zuschuss in Höhe von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben gewährt. Der Förderhöchstbetrag liegt je Vorhaben für Digital Creativity bei 130.000 Euro bzw. für Digital Heritage bei 100.000 Euro.  

Informationen stehen unter www.ib-sachsen-anhalt.de/firmenkunden/investieren/sachsen-anhalt-digital.html zur Verfügung. Beratung gibt es unter der kostenfreien Hotline 0800 56 007 57.  

Hier finden Sie die Richtlinie.

Medienfinanzierung

Sachsen-Anhalt bietet durch die Investitionsbank Darlehensprogramme an, die besonders für hochwertige internationale Koproduktionen interessant sind (Gap-Finanzierung) sowie für Unternehmensansiedlungen, im Einzelnen:

Sachsen-Anhalt IMPULS MEDIEN - Das IB Mittelstands- und Gründerdarlehen für die Medienwirtschaft

IB ProMi - Projektorientierte Medienfinanzierung zur Unterstützung und Entwicklung des Medienstandortes Sachsen-Anhalt

Mitteldeutsche Medienförderung GmbH (MDM)

Die Mitteldeutsche Medienförderung GmbH (MDM) fördert Filme und Projekte. Gesellschafter sind die drei deutschen Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sowie der MDR und das ZDF. Jährlich stellt allein Sachsen-Anhalt rund 2,8 Millionen Euro für die MDM zur Verfügung. Das Gesamtbudget der MDM beläuft sich auf rund 12,7 Millionen Euro. Damit ist die MDM eine der größten Medienfördergesellschaften in Deutschland.

Insgesamt wurden bisher mit 165 Millionen Euro mehr als 1.300 Projekte gefördert. Die wirtschaftlichen Effekte in Sachsen-Anhalt (gemessen als sogenannter "Regionaleffekt") belaufen sich auf mehr als das Doppelte der eingesetzten Fördermittel. Der Regionaleffekt betrug in den letzten vier Jahren durchschnittlich 250 Prozent, und 2011 lag er sogar bei rund 400 Prozent.

Fördermöglichkeiten im Bereich Film

Im Rahmen der Mitteldeutschen Medienförderung werden Erfolg versprechende Film- und Medienproduktionen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterstützt. Dabei können alle Projektphasen, von der Vorbereitung über die Herstellung bis hin zur Verbreitung und Präsentation von Film-, Fernseh-, Video- und weiteren audiovisuellen Medienproduktionen gefördert werden. Auch für regionale, nationale und internationale Weiterbildungs- und Trainingsinitiativen stellt die MDM bedingt rückzahlbare Darlehen zur Verfügung.

Die deutsche Filmförderanstalt hat die Aufgabe, den deutschen Film zu fördern, zur Verbesserung der Struktur der deutschen Filmwirtschaft beizutragen und die gesamtwirtschaftlichen Belange der Filmwirtschaft in Deutschland zu unterstützen. Förderschwerpunkte sind unter anderem die Förderung deutsch-französischer Produktionen oder das digitale Kino (D-Cinema).

Die Europäische Union unterstützt Europas Filmindustrie im Rahmen des MEDIA-Programmes 2007-2013 mit insgesamt 755 Millionen Euro.

Die klare Priorität der Förderung liegt dabei auf dem Vertrieb, dem Verleih und der Promotion europäischer Filme außerhalb ihres Heimatlandes – sowohl in anderen europäischen Ländern als auch weltweit (65 Prozent des gesamten Budgets).

Auf dem Media Desk finden sich zahlreiche und stets aktuelle Informationen zur europäischen Filmförderung.

Kinobesitzer in Sachsen-Anhalt können jetzt für die erstmalige technische Umstellung auf Filmtheater auf den digitalen Abspielmodus (D-Cinema) Investitionszuschüsse beantragen.
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Herzlich Willkommen

Herzlich willkommen im Medienportal des Landes Sachsen-Anhalt.

Als "Medienminister" ist mir wichtig, dass Medien, Medienunternehmen und ihre Beschäftigten, aber auch die Mediennutzer (also wir alle) in Sachsen-Anhalt optimale Bedingungen vorfinden. Diesem Ziel dienen Medien- und Wirtschaftspolitik des Landes. Mit unserem Medienportal wollen wir die reichhaltige Medienszene in Sachsen-Anhalt abbilden und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Überblick verschaffen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den beruflichen Möglichkeiten, die die Branche bietet.

Viel Spaß beim Surfen wünscht
Ihr Rainer Robra
(Staats- und Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt)

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